Liebe Verschwörungstheoretiker!
Nachdem hier bereits auf die aufregende Vergangenheit Jürgen Elsässers verwiesen wurde: Ernste Warnung und Zweite ernste Warnung, geht es diesmal um seine nicht minder spannende Zukunft.
Doch zunächst: Rejoice! Die Welt wird im Jahre 2012 nicht untergehen!
Denn am 4. Juli 2200 wird Jürgen Elsässer definitiv etwas vortragen, und zwar …huh! thrilling!… in Fulda. Laut den clair voyants und Diezukunftsogaraufmedienprojizierenkönnenden von NuoVisoProductions allerdings leider bloß (sollte man seiner etwa bereits nach ungefähr 190 Jahren ein wenig überdrüssig geworden sein?) über „nichts Neues für Diejenigen, die bereits mit Elsässers Bücher vertraut sind.“ Die Botschaft wird folgende sein: „Die Dunkelmächte proben [schon wieder!] die Rückkehr in das dunkle Mittelalter! Deutschland ist [wie üblich] in Gefahr. […] Die privaten Großbanken erwürgen [zum wiederholten Male] die Industrie. […] Es handelt sich [kennt man ja] um die Gier des Finanzsystems. Um eine [erneut] künstliche Krise, hervorgerufen von den Banken. Auch er [wie whatsitsname?] sparte nicht mit Namen, wer den das alles verursacht. Und beim Fall von Arcandor wird er [oh no, not again!] ganz detailiert, denn dafür gebe es [wie in den letzten Dekaden unermüdlich repetiert] eine einfachste Lösung. „Arcandor wurde [wieder einmal] durch Wuchermieten kaputt gemacht. Eigentum verpflichtet! Die Lösung wäre also die [again!] Übernehme der Immobilien [durch whatsitsname?] , und anschließende faire Mietpreise. Ja, manchmal wäre die Lösung unserer Probleme ganz einfach!“ (Ebd.) Und natürlich: Rechtschreib- und Grammatik-Korrekturprogramme werden im Jahre 2200 immer noch nicht zuverlässig funktionieren – au contraire!
Meanwhile in the presence sucht Elsässer in seiner Erscheinungsform als Chefredakteur des Querfront-Magazins „Compact“ verzweifelt nach Vorschlägen fürs Design der 2. Ausgabe, deren Arbeitstitel „Das besetzte Land – US-Truppen in Deutschland“ lautet: „Nun will ich die Kreativität meiner lieben Leser etwas [!] in die Vorbereitung der Nummer 2 einbeziehen. Beginnen wir bei der Titelseite. Zum Foto: Ich könnte man vorstellen, man orientiert sich am beiliegenden Cover von Robert Harris „Fatherland“. Aber die zwei Flaggen auf der Quadriga sollen natürlich die der Besatzungsmächte sein: EU-Sternenbanner und US-Sternenbanner. Gibt es bessere Ideen?“ (Ebd.) Jenseits davon, dass das nur Beschäftigungstherapie ist, weil er ja eigentlich (s.o.) weiß, dass sich eh bis ins Jahr 2200 nichts ändert, gibts bis dato nur die üblich verdächtigen Vorschläge wie beispielsweise den von Pablo – „Das mit den Fahnen ist ne gute Idee.Ich würde noch die israelische dazupacken(„deutsche Staatsräson“laut Merckel)“ und fatimaoezoguz – „Das wollte ich schon vorschlagen, verwarf es dann als doch allzu „unkorrekt“.“ (Ebd., in den Kommentaren)
Damit wären die Weichen für die unvermeidbar folgenden 2273 Editionen des monatlich erscheinen werdenden Heftes unverrückbar gestellt. Denn Elsässer scheint nach all seinen aufreibenden Reinkarnationen* endlich im Deutschenopfernirwana angekommen sein…
Still yours sincerely,
Unverbesserliches Spaltungsopfer, das diesmal nur vor grenzenloser Langeweile warnen möchte!
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* Coming soon: „Reread 7: Warum es den Deutschen völlig egal ist, dass man „hochqualifizierte MigrantInnen“ hervorragend ausbeuten könnte und was das mit der anhaltenden Notwendigkeit ‚antideutscher‘ oderwieauchimmermansienennenmag Kritik zu tun hat“
Auszug
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The Cure – Jumping Someone Else’s Train („Everyone’s happy/ They‘re finally all the same“)
„In jüngster Zeit haben zwei prominente Vertreter der Antideutschen (Wolfgang Pohrt und, verschmerzbarer, Jürgen Elsässer) die antideutsche Position verlassen und sind in Richtung Traditionskommunismus (Elsässer) oder politisches Nirwana (Pohrt) abgewandert.“
Volker Radke – Zur Debatte um antideutsche Positionen
„Die Zeiten, in denen Rechtbehalten Spaß gemacht hat, sind mittlerweile vorbei.“
Wolfgang Pohrt – Brothers in Crime
2010, seinem Empfinden gemäß passenderweise zum Jahrestag der Deutschen Einheit, meinte Jürgen Elsässer mit einem Interview, das er 2003 mit Wolfgang Pohrt für die junge Welt führte, auftrumpfen zu können: „Abschied von den Anti-Deutschen. Interview mit Wolfgang Pohrt, dem Urvater der Antideutschen“ (Elsässers verwirrende Bindestrich-Setzung ermangelt einer sinnvollen Begründung…)
Der „Impulsgeber“ der „Antideutschen, noch bevor es diesen Ausdruck gab“, sei Pohrt gewesen. Pohrt wie Elsässer geben seit einigen Jahren nur noch Pseudo-Provokationen von sich. Dass Elsässer sich zum schicksalhaften Datum mit Pohrt verbunden wissen will allerdings, kann nur der Tatsache geschuldet sein, dass der anschwellende Sarrazin-Fan irgendwie um seine Unoriginalität weiß und darum, dass er erkennen musste, dass er immer erst auf einen Zug aufsprang, nachdem der bereits reichlich gefüllt war. Pohrt hingegen wollte am liebsten die Schienen verlegen und dann sofort selbst Schaffner sein, was in seinem Fall dazu führte, dass er tatsächlich bahnbrechende […] Analysen vorzunehmen in der Lage war; bis er entdeckte, dass es einen Rückwärtsgang gibt, mithilfe dessen man auch ganz schön Unordnung im Abteil erzeugen kann. Von Pohrt gibt es im Gegensatz zu Elsässer umfangreiche Bücher, anhand derer sich beweisen lässt, dass er früher Recht und Spaß daran hatte.
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