Hidden meaning of Nena’s Germany song revealed

Was will Nena ‚uns‘ eigentlich damit sagen?

Jeder durchschnittlich begabte Verschwörungtheoretiker wird bestätigen, dass ein Autor oder Interpret alles Mögliche mitteilen will, nur niemals das, was er offen sagt, schreibt oder singt. Die echte Botschaft, DIE WAHRHEIT liegt immer im Subtext verborgen und muss von den Initiierten mühselig aber mutig entschlüsselt werden.
Ms Wagemut (© by NdG) hat sich Nenas angebliche Deutschlandhymne „Made in Germany“ vorgenommen und Schreckliches enthüllt:
Nena hat ihre anrührenden Zeilen: „Hier bin ich geboren [© by Peter Fox] - Hier ist mein zu Hause – Hier sind meine Leute – Hier gehöre ich hin – Weil ich hier am liebsten bin – Und hier will ich bleiben – Und manchmal muss ich reisen – Und immer wieder kommen – Und dir schöne Briefe schreiben“ ganz gewiss nicht aus Versehen mit dem Rhythmus von Talking Heads‘ „Road to Nowhere“ unterlegt (1. verschwörungstheoretisches Axiom: Es gibt keine Zufälle!).

Mit „Und manchmal muss ich reisen“ betont sie nochmals die Anspielung. Die Talking Heads jedoch singen in „Road to Nowhere“: „And you know – We‘re on the road to paradise – Here we go, here we go“. Das ist fast schon deutlich genug, bekommt aber erst richtige Konturen, wenn man berücksichtigt, dass die einzigen anderen Hits, die die Talking Heads landen konnten (wie man in der Chart-Sprache, die natürlich auch verschlüsselt ist, so schön sagt) „Psycho Killer“ („Don’t touch me I’m a real live wire“) und „Burning Down the House“ („Here’s your ticket pack your bag, time for jumpin‘ overboard“) waren. Wir operieren nun also mit den Begriffen „reisen müssen“, „road to paradise“, „here we go“, „psycho killer“, „real live wire“, „burning down“ und „jump overboard“. Recht aufschlussreich! Den Schlüssel zum Ganzen aber liefert die Tatsache, dass Nena Werbung für Otto macht: „Otto“ heißt der von Emilio Estevez verkörperte car repossessor in der Punk-Science-Fiction-Groteske „Repo Man“ von Alex Cox.

Mindestens eine der wichtigsten Szenen des Films (Anfang des Trailers, hier auch zu beachten: Los Alamos! Manhattan Project… huh!) enthält einen deutlichen Verweis auf Robert Aldrichs großartigen film noir „Kiss Me Deadly“. Und in „Kiss Me Deadly“ geht es um eine ganz furchtbare atomare Waffe, die in die falschen Hände gerät.


Kiss Me Deadly – Closing Scene

So! Von wegen Deutschlandhymne, Nena will uns warnen! Danke, Nena, vor allem für’s Ergreifen solch drastischer Maßnahmen. Wo doch jeder weiß, dass sich hierzulande niemand jemals trauen würde, Deutschland echt voll toll zu finden. Und wenn es einer trotzdem und auch nur ansatzweise wagt, darf keiner mehr mit ihm spielen, und er wird in die rechte Ecke verbannt und muss da mit den Händen auf dem Rücken warten, bis ‚man‘ in Deutschland endlich wieder (!) sagen kann, was man denkt!

Update 3.3.10: Und demnächst finden wir heraus, was uns die überaus mutigen Menschen der HFF Potsdam, der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, Fanartikel-Shop.de etc. etc. mit ihrem ans Herz rührenden Filmchen aka Social Spot (Selbstbeschreibung auf Youtube) eigentlich mitteilen wollen!
(video via Im Kopf Lokalisation)


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