Den Deutschen gefällt „Inglourious Basterds“

Die Nazis sind die Bösen gewesen. Ohne wenn und aber: Damit hat Tarantino einfach recht.“ (Marc Etzold – Die Nazi-Generalabrechnung, Cicero 09/09).
Allen Rettungsversuchen zum Trotz (z.B. Georg Seeßlen gleich dreimal: Spiegel, Jungle World – irgendwie, Konkret): An „Inglourious Basterds“ werden die Deutschen am Ende nichts Gravierendes auszusetzen haben. Der erste und wichtigste Grund ist (noch – siehe „Vorwärts und nicht vergessen…“), dass sich ein (‚widerspenstiger’) amerikanischer Regisseur (von dem gerne mal vermutet wird, die Europäer wüssten ihn mehr zu schätzen als seine ‚Landsleute’, weil man ja ‚drüben’ eh alle für doof hält) acht Monate in Deutschland aufhielt, seinen neuesten Film hier (billiger) drehte, ihn mit (billigeren) deutschen Schauspielern besetzte und diversen Printmedien mitteilte „dass ich immer hierher zurückkehren [kann] wie in eine zweite Heimat“ (Cicero-Version). (Die Österreicher kann man gleich mit heim ins …whatever… holen, weil der Regisseur einem ihrer Schauspieler in Cannes die „Silberne Palme“ und eine potentielle Hollywood-Karriere als Psychopathen-Darsteller besorgt hatte – im Gegenzug wurde ein österreichischer Regisseur für einen deutschen Film mit der „Palme d’Or“ bedacht – Deutsche Woche an der Côte d’Azur). Die Deutschen sehen bei jeder Vorführung ihr Babelsberg, ihren Til Schweiger, ihren Daniel Brühl, ihren Gedeon Burkhard, ihren August Diehl and the like.
‚Gut’ und ‚böse’ spielen sie ja auch nur. Und ‚Gut’ und ‚Böse’ lösen sich eh auf in den willkommenen Worten des Regisseurs und in „einem Film […], der keine eindeutige Unterscheidung zwischen Gut und Böse trifft. Alle sind sie Schlächter, mal gröber, mal raffinierter“ (Tarantino im Interview, Cicero 09/09). Was zum zweiten Grund führt: „Schließlich zeigt das Drehbuch alle als Mörder, die Nazis genauso wie die Juden. Und das war heikel, das wusste ich. Aber meine jüdischen Freunde waren begeistert, denn für sie war das Wichtigste, dass in meinem Film das Dritte Reich wirklich gestürzt wird, und zwar durch ein geglücktes Attentat. „Was für eine wunderbare Fantasie! Davon haben wir immer geträumt!“, war das einhellige Urteil. […] Als ich dann mit den deutschen Schauspielern über das Drehbuch sprach, wurde mir klar: Hey, das ist ja auch ihre Fantasie! Offenbar denken die Deutschen seit drei [?] Generationen fieberhaft darüber nach: Was wäre gewesen, wenn ein Hitlerattentat gelungen wäre? Klar, damit hätte ich rechnen können, doch dass ich das Wunschdenken und die Mentalität der Deutschen so genau treffen würde, hätte ich nicht vermutet“ (Tarantino ebd., meine Hervorhebung – zumindest vermeidet er eine Aussage darüber, ob ihm das gefällt oder nicht!). So einfach ist das und es wird noch einfacher, denn selbst die Neonazis mögen nicht boykottieren und üblicherweise tun sie fast nichts lieber (außer vielleicht Gesichter zerstören, um jedem die Individualität auszutreiben): Jenseits allen, beinahe wie eine müßige Pflicht zu lesenden, ‚Antideutschtum’- und „Deutschenhass“-Gejammeres „können die Nazis der »mordlüsternen Terrortour« Tarantinos auch etwas Positives abgewinnen. Dort findet man es »erheiternd«, dass es »mit dem tatsächlichen bewaffneten jüdischen Widerstand während des Krieges bekanntlich, von einigen Ausnahmen abgesehen, nicht allzu weit her war«. Dass der Altermedia-Autor dann doch mit Vergnügen klarstellt, wer hier in Wahrheit die Täter waren, hält ihn jedoch nicht davon ab, aus dem fiktiven Widerstand auf der Kinoleinwand irgendwie eine Rechtfertigung für den Holocaust abzuleiten: Der Film erzeuge nämlich eine »kausale Ereigniskette, der eine gewisse natürliche, im gewissen Sinne durch Notwehr begründete Folgerichtigkeit« für »Lager wie Auschwitz« »nicht abgesprochen werden« könne. […] Interessierte Volksgenossen dürfen sich die amerikanische »Kriegspropaganda« gern ansehen. Weil »man« sich angeblich [?] nach der Show »einmal mehr« frage: »Was werfen ausgerechnet die Hitler eigentlich vor?« (Michael Taeger in Jungle World 34/2009). Wirr, aber das ist sowieso ein grundlegendes Problem. Laut ‚Untertitel‘ gefällt den Nazis also Tarantinos Film nicht. Ja, schade – aber ihnen gefällt so vieles nicht. All quiet on the Nazi-Front. Vor dem Kino keine Figuren mit Eselsmasken und Schildern vor der Brust: „Ich Esel glaube noch…
Stattdessen cultural studies-empowerment-bewehrte Lesarten. Und damit bricht die ganze Verteidigungsstrategie (kulturindustriell) in sich zusammen. „Es ist eine Rachephantasie, die sich um die historische Realität nicht kümmert, weil für Tarantino sowieso schon immer das Kino die bessere Wirklichkeit war. Diese Unverschämtheit, die Geschichte einfach zu ignorieren, hat bislang noch kein Film gehabt. Das Kino rächt sich nicht nur an jenen Personen, die, bevor sie selber sterben mussten, der Welt so viel Unheil und Tod brachten. Das Kino rächt sich an der ungerechten Wirklichkeit selber“ (Georg Seeßlen im Spiegel). Egal!
Und selbst wenn Seeßlen (nur ein Beispiel!) in Konkret versucht, Tarantino gegen sich selbst zu verteidigen, nachdem der dem Spiegel gesagt hatte, Leni Riefenstahl sei „die beste Regisseurin, die je lebte“ gewesen, um das zu erkennen müsse man nur „nur ihre Olympia-Filme ansehen“, außerdem „sei es keineswegs so, dass die meisten der mehr als 800 Streifen, die in jenen Jahren [?] gedreht worden seien, Propagandawerke wie „Der ewige Jude“ oder „Jud Süß“ gewesen seien. Es habe auch viele Komödien [z.B. die natürlich völlig unverdächtige Feuerzangenbowle, man achte aber mal z.B. auf den Jargon des Lieblingslehrers], Operetten, Liebesgeschichten und Melodramen [auch La Habanera sollte gerettet werden – absurd, der Rassismus ist mehr als evident] gegeben. „Einige dieser Filme waren ziemlich gut“. Es kommt doch nur eine schön zu lesende und filmanalytisch sicherlich wertvolle Diagnose dessen, worin sich Riefenstahls und Tarantinos Ansatz/ Filmauffassung unterscheiden, dabei heraus. Der einzig hier relevante Aspekt ist irgendwo in der Mitte des Artikels zu finden: „Die „Schönheit“ der Riefenstahl-Filme ent[spricht] einer totalen Herrschaft des Todestriebs (ein altmodischer und daher mißverständlicher Begriff; wir könnten den mystischen „Trieb“ durch „Interesse“ ersetzen). Sie wären allerdings kaum anderes als cinéma maudit, Midnight Movie, „Surrealismus“, Trash, hätte es den Faschismus nicht wirklich gegeben.“ Es hat ihn aber gegeben und die deutsche Variante war eben nicht ‚nur’ Faschismus, sondern ein ungleich grausameres System, was Riefenstahl absolut unerträglich macht und jedes an sie oder ihr œuvre gerichtetes Lob ebenfalls. Dass sie zu preisen, nicht einmal mehr als Tabubruch zelebriert werden kann, beschrieb Gert Ockert in 1.000 Jahre Riefenstahl (Konkret 10/02) mit treffenden Worten. Es ist nämlich neben der ganzen deutschen Fernsehfigurendarsteller-, Politiker-, etc. pp. Prominenz leider auch das „Ausland nicht ganz dicht“ (Ockert über die Gratulationsflut zu Riefenstahls 100.); und das ist kein neues Phänomen und wird hierzulande noch (!) ganz gerne als Adelsprädikat verstanden. „Sie sind ein Genie, seit 20 Jahren bin ich verliebt in Sie und kenne alle Ihre Filme, grüßte via Video […] Michael Jackson ekstatisch. Und Jodie Foster dürfen wir uns nicht länger so intelligent vorstellen, wie sie in ihren Filmen dreinschaut, denn die Schauspielerin will unbedingt die Biographie der Riefenstahl nachspielen und solche Nähe zu einer Schreckensfrau macht blöd, wie die Grußkarte beweist: Ich wünsche Ihnen Gesundheit und nur Liebe. […] Spielen, verfügt des Teufels älteste Tochter in der »Bunten«, darf Jodie mich erst, wenn ich mal nicht mehr lebe. Also schätzungsweise nie. Ich habe keine Lust, mich darüber aufzuregen, was Hollywood aus meinem Leben macht. Und dafür wird sie notfalls so alt werden wie das Reich dann doch nicht wurde, das ihr innigster Freund einst begründete“ (ebd.).
Von Tarantino vermutet Seeßlen, dass er sich „ungebildeter gemacht“ habe, als er sei. Mal angenommen, er hat recht: Warum sollte man das tun?…? Das ist so kindisch („Ätschi bätschi, ihr haltet mich alle für doof, aber das bin ich gar nicht. Ich tue nur so, hihi!“), dass es eben nicht von überwältigender Intelligenz zeugt.
Fast verstörend ist allerdings, dass der hierzulande ebenfalls gerne mal als intelligent (der mag ja schließlich Berlin!) gehandelte Brad Pitt im Stern mit ähnlichen Superlativen aufwartet wie Seeßlen: „Brad Pitt glaubt, dass Tarantino dem Thema Zweiter Weltkrieg im Kino „jetzt einen Deckel auf den Topf gesetzt“ hat. „Mit den Basterds ist zu diesem Genre alles gesagt. Der Film zerstört alle Symbole. Die Arbeit ist gemacht, Ende der Geschichte“, sagte er dem stern.“1
Bei Seeßlen heißt das: „Mit „historischen“ Fakten kann man, das haben unsere Faschismus-Erzählungen bewiesen, trefflich Fiktionen füllen [soweit richtig, J6ON]. Quentin Tarantino verfährt umgekehrt. Mit einer historischen Fiktion kann man dem Mythos und der Ikonographie des Faschismus beikommen. [Und – schon kleinlauter:] Keine schlechte Art der Dekonstruktion.“
Kann man eben nicht – sonst wären die Nazis wütender und die ‚anständigen’ Deutschen nicht so begeistert oder abgeklärt genießend, Erstere über einen Film, den sie dann doch fröhlich als Wargarnichtnichtsoihrblödengeschichtsverdreher oder Siehstemalgut-dasswirzuerstzugeschlagenhaben abtun können und Letztere mögen ihn halt u.a., weil Tarantino ihnen bestätigt, ‚seine Juden’ seien eben auch böse, nur nicht so (eher banale Umkehr von Vorurteilen) „raffiniert“ wie Waltz/Landa und Deutschland sei ihm nunmehr wie eine zweite Heimat usw. usf. Eine andere Variante des Grund1-Themas liefert der nicht ganz so begeisterte Jens Jessen in der Zeit: „[U]nd dann auch noch die Besetzung! Brad Pitt, Christoph Waltz, Til Schweiger, Martin Wuttke als Hitler, Sylvester Groth als Goebbels und, und… Und, ach ja, natürlich [?]: Daniel Brühl als süßer [?] kleiner Schlingel von einem Wehrmachtsheckenschützen, der die Nazis überhaupt erst in das Kino lockt, in dem sie umkommen“. Um dann den deutschen Zeigerfinger zu erheben, dessen Inhaber sich stets mit allen Opfern auch denen amerikanischer Filme identifiziert, es aber nicht mögen, wenn das deutsche Opfer Hollywoods missbraucht wird und vor allem nicht ‚die jüdischen Opfer’, auf die haben die Deutschen Alleinanspruch: „Es kann eigentlich nichts schiefgehen. Der Erfolg des Filmes in den deutschen Kinos wird übrigens auch davon leben, dass sich das Publikum natürlich nicht mit den Deutschen von damals, sondern mit den amerikanisierten [!] Juden identifizieren wird. Für die Nachgeborenen ein Fest der Selbstgerechtigkeit. Alle werden auf der richtigen Seite das Splattermovie goutieren. Es sei denn, es beschliche den einen oder anderen Zuschauer doch die mulmige Ahnung, dass hier die Nazis missbraucht werden für eine Filmästhetik jenseits aller moralischen Absicht. Das könnte uns [!] vielleicht noch egal sein. Aber das Schicksal [!] der Juden wird damit auch missbraucht – und das sollte uns [!] nicht egal sein. Das Brutalste des Films ist seine Leichtfertigkeit. Es ist ihm alles nur ein blutiger Scherz.“ Und noch mehr entsprechende Versatzstücke: „Man könnte sagen, [die jüdische Partisanengruppe habe] sich von den Deutschen abgeschaut, wie man gegen jede Humanität Furcht und Schrecken verbreitet. Nur manchmal lassen sie einen gefangenen Deutschen laufen; sie ritzen ihm dann, zur ewigen Stigmatisierung, ein Hakenkreuz in die Stirn. Es ist gewissermaßen die Antwort [???] auf den Judenstern. Indes geht es bei Tarantino nicht nur darum, den deutschen Gräueln eine buchstäblich ultimative, nämlich die symmetrische jüdische Antwort zu geben. Der Baseballschläger des »Bärenjuden« deutet schon die Richtung der lustvollen Steigerung an: Es geht darum, auf das, was man von den Deutschen gelernt hat, noch ein amerikanisches Sahnehäubchen zu setzen. Die erschlagenen Wehrmachtssoldaten werden skalpiert […]. Die jüdischen Freischärler sind auf der ethnologischen Skala [!] der Gewalt nicht nur zu Deutschen, sie sind unter der Anleitung ihres amerikanischen Führungsoffiziers sogar zu Indianern geworden! Oder, wenn man die Ausdeutung noch weiter treiben will: Hätten sich die Juden nur beizeiten amerikanisiert und nach dem Vorbild der edlen Wilden verroht, dann wäre ihnen ihr Schicksal als Opfer erspart geblieben.“
Ethnologische Skala der Gewalt“ – wes Geistes Kind…?! Weiter im Text: Nicht nur zu Deutschen, sogar zu Indianern sind sie geworden, die Juden – und das den Deutschen, die in den Indianern (First Nation People of America) doch so gerne ihren Widerstand gegen alles Amerikanische sehen – Ausrutscher. Aber zumindest scheinen die Indianer schlimmer als die Deutschen gewesen sein …?… Aber waren das nicht eigentlich die gierigen nichtdeutschen Besatzer des Kontinents? Egal, Hauptsache ist, dass in diesem Kontext die Deutschen von irgendwem übertroffen worden sind, es verwerflicher ist, dass die ‚Filmjuden’ von den Indianern gelernt haben als von den Deutschen… und es irgendwie Kritik an irgendwas Amerikanischem (Baseball?) geübt wird.
Bei allen Vorbehalten gegenüber dem Jubel zum Film und aller Identifikationsabwehr: Zusehen zu dürfen, wie der Deutschen geliebter „Führer“ und Konsorten dahingemordet werden (und viel mehr kann Kulturindustrie eben nicht! Man darf sie mögen – aber man muss ihr nicht mehr Sinn verleihen, als sie tragen kann!), ist das unhinterfragbare Verdienst des Film („Anders als „Schindlers Liste“ kann man „Inglourious Basterds“ zwar genießen (meinethalben auch als „koscheren Rache-Porno“, wie Eli Roth meint, als Kinderphantasie vom Abmurksen der Bösen) […]“ – Georg Seeßlen ebd. – und danke dafür, dass er die Bösen nicht in Anführungszeichen gesetzt hat!). Nochmal: Man darf das wirklich ‚toll finden‘, aber es rechtfertigt die Superlative noch lange nicht.
Und wenn man sich wünscht, es möge tatsächlich so geschehen sein, dann nicht, weil ‚man’ in dem Fall ‚entlasteter’ (weil die Juden ja offensichtlich die Deutschen benötigten, um von ihnen zu lernen etc.) auf das ‚Vaterland’ blicken dürfte, sondern weil es unzählige Menschenleben gerettet und mal jemand gezeigt hätte, wie man mit ihnen hätte umgehen sollen. Das ‚Vaterland’ hatte schon lange vor dem angenommenen Datum des Filmgeschehens vernichtet – für die Deutschen war es ab 1933 zu spät, sich selbstgefällig zu exkulpieren – und sei es auch nur in der nachholend identifizierenden Imagination und der Freude über die antifaschistischen Leistungen deutscher Schauspieler.
Die wie auch immer wieder zelebrierte ‚Abschlussmentalität’ wird sich im deutschen Kino/ Fernsehen sowieso irgendwann in grotesken Produktionen niederschlagen – man kennt das und muss sich hier gar nicht ausmalen, wie das aussehen wird – billiger allemal!

Recommended viewing and reading:
The Boys from Brazil – Vorlage von Ira Levin (u.a. Rosemary’s Baby, The Stepford Wives 1975!)
To Be Or Not To Be
The Great Dictator
aber eben auch: Munich
Niklas Frank – Der Vater (u.a. zu Phantasien, was ein Deutscher hätte tun sollen und eben nicht tat)
+ alles, was Adorno, Horkheimer, Scheit, Quadfasel et al. jemals über Kulturindustrie geschrieben haben!

  1. Jenseits der erneuten Bestätigung von Grund 1: „Gespannt ist der Hollywood-Star, wie der mit zahlreichen deutschen Schauspielern wie Daniel Brühl, August Diehl oder Til Schweiger besetzte Film in der Bundesrepublik ankommen wird: „Ich habe eine Menge Freunde hier in Deutschland und bekomme mit, wie sehr diese Nazi-Zeit an ihnen hängt, obwohl sie alle nichts damit zu tun hatten.“ Bei den Leseproben mit den deutschen Kollegen war er erstaunt, dass diese mit der Geschichte am meisten Spaß hatten. „Vielleicht hat es sie auch befreit, das Thema Weltkrieg mal als Steptanz aufzuführen“, sagte Pitt dem Magazin“ (Stern ebd.) – natürlich, sicherlich, ganz bestimmt sogar! [zurück]

Update 18.02.10: Ich korrigiere mich! Die Deutschen lieben „Inglourious Basterds“. QED: „Bestimmt wird es Kritiker geben, die aufschreien: ‚Wie könnt ihr das wagen?‘“, sagt Bleibtreu. „Denen erwidere ich: ‚Wieso nicht? Was ist daran schlimm?‘ Wir haben mittlerweile das Recht, mit diesen Figuren zu spielen. Sie haben uns lange genug belastet. Tarantino erlauben wir fast alles, und der hat nichts mit der deutschen Geschichte zu tun. Wir müssen uns das jetzt auch trauen.“ (Das Verführerprinzip, Spiegel online)

Update 5.3.10: A somewhat more intelligent approach! Steve Sailer – Kill Adolf: „Tarantino is a smart guy; thus, all this is no doubt intentional. Perhaps Tarantino just wants to show that he’s so cool that he can get away with the ultimate transgression.“ (Taki’s Magazine)
Vgl. auch Peter Ehlent – Bowling for Hitler. Über Tarantinos Film Inglourious Basterds und seine deutschen Fans (Prodomo 12, November 2009, online)