Glück gehabt „besseres Deutschland“: 65 Jahre Entlastungsattentatsversuch!

Jeder Nation die Helden, mit denen sie sich identifizieren kann und so wird ab 9:00 das alljährliche identitätskonstituierende Gedenken unter anderem zu Ehren Carl Friedrich Goerdelers (angedachter Reichskanzler nach erfolgreichem Attentat) zelebriert werden – mit ökumenischem Gottesdienst, Kranzniederlegung der Bundesregierung (CDU/ SPD), Totengedenken (nur für geladene Gäste!), öffentlichen Führungen und Gedenkansprache von Dr. Karl-Theodor etc. Freiherr pp. zu Guttenberg (Bundesminister für Wirtschaft und Technologie [!]). Goerdeler bietet sich neben Stauffenberg und den anderen Sichdereinstumsvolkverdient-gemachthabenden natürlich insofern an, als er noch in der Todeszelle Gedanken formulierte, die so manchem sich heutzutage in einschlägigen Talkshows äußernden Politiker und dergleichen als willkommene Vorlage gedient haben mag: „Wir dürfen nicht bemänteln wollen, was geschehen ist, müssen aber auch die große Schuld der Juden betonen, die in unser öffentliches Leben eingebrochen waren in Formen, die jeder gebotenen Zurückhaltung entbehrten“ (Carl Friedrich Goerdeler – Gedanken eines zum Tode Verurteilten über die deutsche Zukunft, zitiert im ausgesprochen lesenswerten: Fragwürdige Traditionslinien (pdf) von nevergoinghome).
Und wofür es das Bundesverdienstkreuz gibt, ist auf Lizas Welt nachzulesen.

Update 31.08.09 Guttenbergs komplett irrsinnig formulierte Rede (pdf) – „„Stimme kommt von Kuh an Wand“, möchte man mit Peter Sellers sprechen“ (Gremlizas Express, Konkret 9/2009). Worauf es letzendlich hinauslaufen soll, ist trotz allem ersichtlich, dafür hätte es nicht des ganzen „tirritierenden“ (Karlsson) Wortballasts bedurft.


1 Antwort auf „Glück gehabt „besseres Deutschland“: 65 Jahre Entlastungsattentatsversuch!“


  1. 1 Verteidigt Israel! Trackback am 21. Juli 2009 um 16:52 Uhr
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